Kenneth Bonert
Toronto. Was uns durch die Nacht trägt.
Diogenes Verlag 2021 / geb./ 256 Seiten / 22 €
Eine Empfehlung von Nina Schramm

Die kanadische Stadt Toronto ist Ort des Geschehens aller vier Geschichten, die Kenneth Bonert in seinem Erzählband „Toronto“ zusammengetragen hat. … weiterlesen

Henning Ahrens
Mitgift
Klett-Cotta 2021 / geb. / 345 Seiten / 22 €
Eine Empfehlung von Detlef Gertkamp

Seit sieben Generationen bewirtschaftet die Familie Leeb im niedersächsischen Dorf Klein Ilsede bei Peine ihren Bauernhof. Immer darauf bedacht  weiterlesen

Anne Stern
Meine Freundin Lotte
Kindler Verlag 2021 / geb. / 365 Seiten / 22 €
Eine Empfehlung von Gabriele Klinski

Lotte Laserstein (1898-1993), Malerin/Künstlerin, wurde in den vergangenen Jahren durch Ausstellungen in Berlin, Frankfurt und Hamburg wiederentdeckt. … weiterlesen

Rainer Moritz
Als wär das Leben so
Kampa Verlag 2021 / geb. / 208 Seiten / 20 €
Eine Empfehlung von Gabriele Klinski

Der neue Roman von Rainer Moritz fällt für mich in die Kategorie „Herz erwärmen und charmant verpackt“. … weiterlesen

Ewald Arenz
Der große Sommer
Dumont Verlag 2021 / geb. / 320 Seiten / 20 €
Eine Empfehlung von Nicola Dielkus

Frieders Versetzung ist in Gefahr. Wenn er die Nachprüfung besteht, darf er in die Oberstufe. … weiterlesen

Yishai Sarid
Siegerin
Kein und Aber 2021 / geb. / 240 Seiten / 22 €
Eine Empfehlung von Nina Schramm

Der neue Roman des israelischen Schriftstellers Yishai Sarid erzählt von der Militärpsychologin Abigail, … weiterlesen

Alexandra Stahl
Männer ohne Möbel
Jung und Jung 2021 / geb. / 240 Seiten / 22 €
Eine Empfehlung von Sophie Wray

Ellie hat ein großes Problem – vor allem mit sich selbst – und viele kleine Probleme … weiterlesen

Claude Anet
Ariane: Liebe am Nachmittag
Dörlemann Verlag 2021 / geb. / 272 Seiten / 23 €
Eine Empfehlung von Gabriele Klinski

Claude Anet war Reporter, die russische Revolution erlebte er als Korrespondent des Journal. … weiterlesen

Mathijs Deen
Der Schiffskoch
mareverlag 2021 / geb. / 108 Seiten / 18 €
Eine Empfehlung von Detlef Gertkamp

Die „Texel“ war das letzte bemannte niederländische Feuerschiff. … weiterlesen

Steve Small
Mit Dir ist sogar Regen schön
Oetinger Verlag 2021 / Bilderbuch / 40 Seiten / 15 € / ab 4 Jahren
Eine Empfehlung von Gabriele Klinski

Freundschaft – darum geht es in diesem herrlich farbenfroh illustrierten Bilderbuch, übersetzt von Paul Maar. … weiterlesen

Stephan Lee
K-Pop Confidential
Carlsen 2020 / kt. / 432 Seiten / ab 14 Jahren / 16 €
Eine Empfehlung von Sophie Wray

Candace hat ein heimliches Laster, von dem niemand so recht weiß: K-Pop.  … weiterlesen

Lauren Wolk
Echo Mountain – Ellie geht ihren eigenen Weg
Hanser Verlag 2021 / geb. / 384 Seiten / 17 € / ab 11 Jahren
Eine Empfehlung von Tanja Hack

Ellie ist 12 Jahre alt, ein starkes kluges, mutiges Mädchen, das sich aufmacht, ein Heilmittel in der Natur zu finden. … weiterlesen

Judith Kleinschmidt „Sofabanditen oder die verrückte Befreiung der Hühner“

Beltz Verlag 2021 / geb. / 170 Seiten / 12,95 € / ab 8 Jahren

Lesetipp von unserer Vor-Leserin Lia Henze aus Braunsfeld, 9 Jahre alt und ebenfalls schon Buchautorin. „Birdies Abenteuer“ lautet der Titel ihres ersten Buches, das im vergangenen Jahr erschienen ist.

„Sofabanditen“ ist eine sehr schräge Geschichte. Im Mittelpunkt steht das Mädchen Ada. Sie wird mitsamt dem Umzugswagen, in dem sie gerade sitzt und auf ihre Eltern wartet, gekapert. Und zwar von einem Schaf mit Nasenring und Leopardenmuster, Lilli, das die Hühner aus der Hühnerfabrik befreien will. Und so beginnt eine wilde und verrückte Fahrt ins Abenteuer mit vielen kleinen sehr fantasievollen Episoden. Die sind nicht gerade realistisch, aber dafür lustig.

Allerdings gibt es auch Dinge, die ich doof fand: zum Beispiel, dass Ada dem Schaf Lilli weh tut und kurz vor dem Ende ziemlich fies ist. Aber dadurch wird die Geschichte immer spannender und man will einfach weiter lesen, um herauszufinden, ob sie am Ende wieder Freundinnen sind.

Das Buch finde ich geeignet für fantasievolle Kinder. Insgesamt würde ich dem Buch 8 von 10 Punkten geben, weil ich viel gelacht habe und die Geschichte spannend fand.

T.C. Boyle „Sprich mit mir“

Hanser Verlag 2021 / geb. / 352 Seiten / 25 €

Eine Empfehlung von Detlef Gertkamp

Ich bin Sam. Sam ist ein Schimpanse, kommuniziert in Gebärdensprache und lebt mit dem Wissenschaftler Guy und der Studentin Aimee zusammen. Guy will in einem Sprachexperiment beweisen, dass es Kommunikation zwischen Schimpansen und Menschen geben kann.

Sam, aufgewachsen nur mit Menschen, entwickelt sich zu einem eigenständigen Individuum. Aber dann muss er schmerzlich lernen, dass er anders ist: „Schlüssel Schloss Raus“ – Sam erwacht in einem Käfig. Und kann nicht verstehen warum.

T.C. Boyle erzählt Sam’s Lebensgeschichte aus der Perspektive von Guy und Aimee, aber eben auch aus der des Schimpansen Sam.

Boyles neuer Roman „Sprich mit mir“ ist ungeheuer packend! Unterhaltsam und humorvoll erzählt, dabei realitätsnah ohne kitschig zu werden.

Joachim B. Schmidt „Kalmann“

Diogenes Verlag 2020 / geb. / 352 Seiten / 22,00 €
Eine Empfehlung von Nina Schramm

In einem kleinen Dorf im nördlichen Island lebt der 34-jährige Kalmann. Als Jäger, Haifänger und Hersteller von Gammelhai hat er hier seinen Platz gefunden und führt zugleich das Erbe seines Großvaters fort. Die Gedanken in Kalmanns Kopf drehen zuweilen wilde Pirouetten. Sein kindlicher Blick auf die Welt und auch sein Beruf, den er mit Passion betreibt und den geruchsempfindliche Zeitgenossen auf Abstand gehen lassen, haben ihm den Ruf des harmlosen Sonderlings eingebracht. Dennoch wird Kalmann in seinem Dorf akzeptiert und gemocht.

Als Kalmann bei einem seiner Streifzüge eine große Blutlache entdeckt, ist die Aufregung groß: Presse und Polizisten stürmen das Dorf und ziehen die Einwohner ordentlich auf links. Kalmann scheint etwas zu wissen, bekommt seine Gedanken jedoch nicht geordnet. Wer ist das Opfer, wo ist es, und was ist überhaupt passiert?

Wir als Leser verfolgen den Fall mit den Augen Kalmanns und bekommen dabei eine ganz besondere Sicht auf seine Welt und die Ereignisse darin. Ein Buch, das mich sehr bereichert hat, denn Kalmann ist eine ebenso skurrile wie glaubwürdige Figur, die keine Klischees bedient, sondern zeigt, wie bunt die Welt ist.

Foto Joachim B. Schmidt: Eva Schram © Diogenes Verlag

Alex Rühle & Barbara Yelin „Gigaguhl und das Riesenglück“

dtv Verlag / geb. / 40 Seiten / 14,95 € / ab 4 Jahren
Eine Empfehlung von Nicola Dielkus

So einen riesigen Riesen wie Gigaguhl haben Nick und Nina noch nie gesehen – genauer gesagt haben sie noch nie überhaupt einen Riesen gesehen. Und schon gar keinen, der Tieren ein Zuhause gibt. Auf seinem Nacken haben es sich Ziegen gemütlich gemacht und auf seinem Kopf, versteckt von vielen Haaren, lebt ein Einhorn. Auch Vögel finden bei ihm Platz und lassen sich in seinen Augenbrauen nieder. Für Nina und Nick, denen es in der Stadt manchmal zu eng wird, ist ihr neuer lieber Riesen-Freund ein Riesenglück, denn er zeigt ihnen die große weite Welt.

Dieses Buch ist ein ganz besonderes Fundstück mit seinen gereimten Versen und verträumten Illustrationen. Gigaguhl kennenzulernen und mit den Augen von Nick und Nina zu sehen gleicht einer Reise zum (Riesen-)Glück, wo kleine Dinge ganz große Beachtung finden.

Fotos: © Heike Bogenberger und © Martin Friedrich