Aktuelle Veranstaltung

Lea Singer „Der Klavierschüler“

Veröffentlicht am

Ein Künstlerroman

Mittwoch, 13. November um 20:00 Uhr
Einladung zur LesungPlus

Die Münchner Autorin Lea Singer stellt an diesem Abend ihren neuen Roman „Der Klavierschüler“ vor. Im Mittelpunkt steht Vladimir Horowitz, der als Pianist zu Weltruhm gelangte, und eine verbotene Liebe – Horowitz Beziehung zu einem seiner Schüler, den er 1937 in Zürich kennenlernte. Nicht nur seine Karriere setzte er dadurch aufs Spiel, sondern auch seine Ehe mit Arturo Toscaninis Tochter.

Diese Geschichte ist nicht erfunden, Lea Singer bezieht sich auf unveröffentlichte Briefe des Künstlers, die sie als erste vor einigen Jahren in der Zürcher Nationalbibliothek einsehen durfte. Die Geschichte erzählt sie als Rückblende mit den Mitteln der Fiktion „Es war letztendlich der Versuch, einen großen Künstler wie Horowitz anders zu sehen, anders zu verstehen und in dieser vermeintlich glückhaften Karriere plötzlich die Abgründe zu erkennen“, so die Autorin.

Lea Singer, 1960 in München geboren, studierte Kunstgeschichte, Gesang, Musik- und Literaturwissenschaft. Mit ihren Romanen ist die promovierte Kunsthistorikerin ebenso erfolgreich wie mit ihren Sachbüchern, die unter dem Namen Eva Gesine Baur erscheinen. Sie lebt in München und wurde für ihr belletristisches Gesamtwerk mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis ausgezeichnet

Eintritt: 12 €. Um Reservierung wird gebeten. 
Kartenreservierungen nehmen wir ab sofort telefonisch und per E-Mail entgegen.

Kinder- und Jugendbuch

Marc-Uwe Kling und Astrid Henn „Das Neinhorn“

Veröffentlicht am

Carlsen Verlag 2019 / Geb. / 48 Seiten / 13,00 Euro / ab 3 Jahren
Eine Empfehlung von Nicola Dielkus

„Schaut mal… Wenn man sich von hinten nähert, sieht es aus wie ein Pferd. Nur hat es vorn ein Horn.“ Und würde auch eigentlich als Einhorn durchgehen, wenn es nicht ständig und zu allem „NEIN“ sagen würde. Mit so einem bockigen Neinhorn will doch niemand befreundet sein. Doch wie gut, dass es noch andere bockige Tiere und Wesen im Herzwald gibt wie den WASbären (Waschbär), den NAhund (Hund) und eine Prinzessin, die zur KönigsDOCHter wird. Meistens sind sie zusammen schlecht gelaunt, antworten auf Fragen mit NEIN, WAS, NA und Doch und verstehen sich untereinander prächtig. Und gelegentlich, da haben die vier sogar gute Laune. Aber bockig sein macht viel mehr Spaß, was Marc-Uwe Kling als Autor und Astrid Henn als Illustratorin in diesem Bilderbuch mit ganz viel Liebe zum Detail zeigen.

Wer sich vor lauter NEINs manchmal fragt, WAS das soll, der kommt der Antwort in diesem Bilderbuch ganz NAh, denn alle DOCHs beweisen, dass es für alles einen Grund (glücklicherweise zum Lachen) gibt.

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Kinder- und Jugendbuch

Bob Konrad & Daniela Kohl „Der Knäckebrotkrach“

Veröffentlicht am

Arena Verlag 2019/ Geb. / 96 Seiten / 12,00 Euro / ab 8 Jahren
Eine Empfehlung von Nicola Dielkus

Mayo und ihr Bruder Super verbringen ihre großen Ferien immer bei Oma Elfe und Opa Isi in Vogelzwitsch. Das ist ein winziges Dorf, wo es viele spannende Dinge zu erleben gibt. Doch dieser Besuch wird anders… Für das spannende Erlebnis sorgen Oma Elfe und Opa Isi selbst als sie wegen einem Knäckebrot einen riesigen „Knäckebrotkrach“ beginnen. Opa Isi meint, man bestreicht die rauhe Seite des Knäckebrots. Das weiß Oma Isi aber besser und ist überzeugt davon, dass man die glatte Seite bestreicht. Mayo und Super versuchen alles, damit sich ihre Großeltern wieder vertragen, aber je mehr sie unternehmen, umso schlimmer wird der Krach.

Diese etwas verrückte comicartig erzählte Geschichte zeigt auf sehr heitere Weise, was passiert, wenn Kinder und Erwachsene die Rollen wechseln. Dann kann es passieren, dass sogar Tanten und Onkel sich einmischen und ein echt kindisches Verhalten an den Tag legen. Urkomisch und erfrischend anders!

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Veranstaltung

„Sprechduette“

Veröffentlicht am

Xaver Römer & Miriam Berger über Texte von Annette von Droste-Hülshoff

Mittwoch, 9. Oktober 2019 um 20:00 Uhr
Einladung zur Lesung Plus

Droste-Hülshoff zu Gehör gebracht – Texte einer der bedeutendsten deutschen Autorin des 19. Jahrhunderts stehen an diesem Abend im Mittelpunkt: „Geschwehle, Droste-Wavlet“ lautet das Programm, eine Textperformance mit und über Texte von Annette von Droste-Hülshoff. Manche ihrer Gedichte werden nacherzählt, andere werden auf einen Kern reduziert oder interpretiert oder umgeschrieben oder ineinander überblendet oder oder oder noch was anderes. Am Ende der Performance besitzt der Hörer eventuell mehr Fragen an die Welt, mit Sicherheit aber neue Lesarten der Droste.

Die Sprechduette entstehen seit Herbst 2009 in der Zusammenarbeit von Julia Trompeter und Xaver Römer. Seit Anfang 2018 werden sie verstärkt von Miriam Berger und Xaver Römer weiterentwickelt. Ursprünglich fußend auf konkreter Poesie, bereisen sie mittlerweile weite Felder des Sprachmöglichen. Dies folgt der Erfahrung, dass Wahrnehmung selten stringent noch eindimensional „passiert“, sondern sich ihr Gesamtbild aus verschiedenen Eindrücken zusammensetzt. So ergänzen sich die Zuhörer die Texte selbst zu einem Ganzen, wobei sie mal frei, mal gezwungen sind, der einen oder der anderen Stimme mehr zu folgen.

Miriam Berger, geboren 1985 in Köln, ist Musikerin und Schauspielerin. Stationen ihrer Theaterarbeit waren u.a. das Schauspiel Köln, das Theater an der Ruhr und das Prinzregenttheater Bochum. Seit 2018 ist Miriam Berger zudem ein Teil des Kölner Performance-Projekts „Sprechduette“. Regelmäßig schreibt und spricht sie außerdem für den WDR Hörfunk und den Deutschlandfunk.

Xaver Römer, studierte Jazzgitarre in Rotterdam, wohnt in Köln und schreibt Lyrik und Prosa. Er hat zahlreiche Texte, Essays und Gedichte veröffentlicht. Zuletzt erschienen sind von ihm in 2016 der Gedichtband Brett für Brett ins Paradies mit Bri:ta sowie 2017/18 eine Reihe von Kurzhörspielen für die Sendung Sein und Streit im Deutschlandfunk Kultur.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit bwnc business women network-cologne e.V. www.bwn-cologne.de und wird unterstützt vom NRW Kultursekretariat Wuppertal www.nrw-kultur.de

Eintritt: 12 €. Um Reservierung wird gebeten.
Kartenreservierungen nehmen wir ab sofort telefonisch und per E-Mail entgegen.

Veranstaltung
Veröffentlicht am

„Wie viel wärmer ist 1 Grad?“

Erlebnis-VorLeseStunde für Grundschulkinder am 28. September 2019

Kinder wollen verstehen, was Klimawandel bedeutet. Bei unserer Klima-Lesung mit der Autorin Kristina Scharmacher-Schreiber gab es Antworten auf viele Fragen unserer sehr aktiven jungen Gäste: Ihr habt toll mitgemacht!

Krimi

Leonardo Padura „Die Durchlässigkeit der Zeit“

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Unionsverlag 2019 / Geb. / 448 Seiten / 24,00 €
Eine Empfehlung von Nina Schramm

Die Suche nach einer gestohlenen Statue führt Mario Conde in die Unterwelt und in die Slums von Havanna. Was er dort sieht, schockiert selbst den hartgesottenen Detektiv. Die verschwundene Statue gehört Bobby, einem alten Freund, der Conde gebeten hat, ihm bei der Suche zu helfen. Die „Schwarze Madonna“ ist nicht nur deshalb von unschätzbarem Wert, weil Bobbys Vorfahren sie aus den Pyrenäen nach Kuba gebracht haben, sondern auch, weil ihr heilende Kräfte zugesprochen werden. Bobby verdächtigt einen ehemaligen Liebhaber, sie mitgenommen zu haben, doch Conde merkt schon bald, dass Bobby nicht das Unschuldslamm ist, für das er ihn anfangs gehalten hat.

Dieser vielschichtige Krimi zeigt Leonardo Paduras (Foto: Ivan Giménez) große Erzählfreude und besticht durch liebevoll gezeichnete Charaktere: ein Porträt des heutigen Kuba und zugleich eine spannende Zeitreise.

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Roman

Doris Knecht „Weg“

Veröffentlicht am

Rowohlt Berlin 2019 / Geb. / 304 Seiten / 22,00 €
Eine Empfehlung von Nina Schramm

Vor etwa 20 Jahren hatten Heidi und Georg eine kurze Affäre, aus der ein Kind hervorgegangen ist: Charlotte, genannt Lotte, wächst bei Heidi auf. Der Kontakt zum Vater ist eher sporadisch. Heidi und Georg haben wenig miteinander gemeinsam, sie mögen sich nicht einmal besonders. Aber Lotte ist eigensinnig, widerspenstig und psychisch labil – sie braucht beide.

Als Lotte plötzlich spurlos verschwindet, müssen sich Heidi und Georg zusammenraufen. Die Spuren ihrer Tochter führen nach Südostasien und so machen sich die beiden im Grunde völlig Fremden auf den Weg. Die etwas kleinbürgerliche Heidi, die noch nie in einem Flugzeug saß und der weltoffene Georg müssen sich auf der Suche auch ihren eigenen Ängsten stellen, sich gegenseitig öffnen, ihre jeweiligen Lebensentwürfe hinterfragen.

Ich liebe Doris Knecht (Foto © Pamela Rußmann) für ihre feine Beobachtungsgabe und für ihren schonungslosen Blick auf das Leben, seine kleinen Geschichten und die Menschen darin. Ihre Romane zu lesen, hat etwas vom Blick in das Fenster der Nachbarn, die uns nah und vertraut sind.

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