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Lale Akgün „Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime“

Buchvorstellung und Diskussion am 8. Mai 2019

Die Buchhandlung war bis auf den letzten Platz besetzt, die Veranstaltung ausverkauft. Das starke Interesse am Thema wurde dadurch nochmals unterstrichen. Lale Akgün (Mitte) betonte im Gespräch mit Peter Pauls nachdrücklich ihre Forderung nach einem säkularen Staat, in dem die Religionen ihren Platz haben und gleichberechtigt behandelt werden, aber nicht das öffentliche Leben bestimmen können. Ein sehr aufschlussreicher informativer und rundherum gelungener Abend!

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Lale Akgün „Platz da! Hier kommen die aufgeklärten Muslime“

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Mittwoch, 8. Mai 2019 um 20:00 Uhr
Buchvorstellung und Diskussion

Ein Satz des unglücklichen Bundespräsidenten a. D. Wulff, den er im Jahre 2010 äußerte, wurde zum Kristallisationspunkt einer Diskussion, die bis heute in Deutschland anhält. Landauf, landab hören wir seitdem zwei, immer gleiche Sätze: „Der Islam gehört zu Deutschland“ – das ist der Wulffsche Originalsatz und „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ – das ist der Komplementärsatz der Gegner der Wulffschen These. Beide Sätze sind zwar syntaktisch korrekt, semantisch aber völlig inhaltsleer. Es wird nicht im Geringsten deutlich, was sie bedeuten. Aber: Wir müssen uns Gedanken machen über die Zukunft des Islams in Deutschland, als Demokraten dürfen wir uns die Deutungshoheit über das Thema nicht nehmen lassen: weder von den Rechten, noch von den orthodoxen Muslimen.

Über den Islam in Deutschland mit seinen unterschiedlichen Gesichtern, seinen Institutionen in der heimlichen Hauptstadt Köln und den Umgang der deutschen Politik damit diskutieren an diesem Abend die Buchautorin Dr. Lale Akgün und Peter Pauls, Journalist und früherer Chefredakteur des Kölner Stadt Anzeigers.

Dr. Lale Akgün wurde 1953 in Istanbul geboren. Nachdem sie lange in der Erziehungs- und Familienberatungsstelle Köln gearbeitet und anschließend das Landeszentrum für Zuwanderung NRW aufgebaut hatte, saß sie ab 2002 zwei Legislaturperioden im Bundestag (SPD). Anschließend arbeitete sie in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, seit November 2017 ist sie Senior Researcher an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. 2008 erschien ihr Bestseller Tante Semra im Leberkäseland, der auch verfilmt wurde.

Peter Pauls, Jahrgang 1953, seit Jahresbeginn als freier Journalist tätig, war von Mai 2009 bis Dezember 2016 Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeigers, danach Chefautor. Nach dem Abitur absolvierte er ein Lehramtsstudium für Gymnasien, anschließend ein Volontariat. Er arbeitete als Lokalredakteur sowie als Afrika-Korrespondent für verschiedene deutsche Tageszeitungen. Danach wurde er stellvertretender Chefredakteur und Redaktionsbeauftragter der Herausgeber beim Kölner Stadt-Anzeiger.

Eintritt: 12 €.
Um Reservierung wird gebeten. Kartenreservierungen nehmen wir ab sofort telefonisch und per E-Mail entgegen.


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TOTENHAGEN

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Jazzkonzert. Donnerstag, 29. November 2018

Ein beeindruckendes Jazzkonzert erlebten die Zuschauer zum Jahresabschluss unserer Veranstaltungsreihe.

Jazzsängerin Laura Totenhagen war zum ersten Mal mit dem Quartett TOTENHAGEN zu Gast in der Buchhandlung. Sie spielten Eigenkompositionen der Bandleaderin: lyrische Vertonungen von Werken zeitgenössischer DichterInnen wie Shu Ting, Yehuda Amichai oder Mahmud Darwisch.

TOTENHAGEN stand 2017 in der Vorauswahl für den Neuen Deutschen Jazzpreis und brachte im Mai 2017 das vielversprechende Debüt-Album „Foliage“ heraus. Ihr Auftritt auf dem Jazzfest Bonn 2017, wurde vom Publikum und der Fachpresse begeistert aufgenommen.

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Sandra Roth „Lotta Schultüte“ – Mit dem Rollstuhl ins Klassenzimmer

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Sandra Roth im Gespräch. Dienstag, 30.10.2018

Sandra Roth (Foto © Anké Hunscha)

“ … ein wunderschöner beschwingter Abend“. Im Gespräch mit der Literatur-Redakteurin Imke Wallefeld stellte Sandra Roth ihr neues Buch vor und mischt sich ein in eine aufgeheizte Debatte. Was fehlt noch zu einer erfolgreichen schulischen Inklusion? Ein Buch, das kritisch hinterfragt, und dennoch Mut macht, den Schritt in eine inklusivere Gesellschaft zu wagen.

Lotta, sechs Jahre alt, kann nicht laufen, sehen oder sprechen. Sie kann hören, verstehen – und auch ohne greifen zu können, hat sie ihre Familie fest im Griff. Was ist eine gute Schule für ein Kind wie Lotta? Nach ihrem Bestseller „Lotta Wundertüte“ erzählt Sandra Roth in „Lotta Schultüte“ erneut berührend und humorvoll von dem Leben mit ihrer schwer mehrfach behinderten Tochter.

Sandra Roth, geboren 1977, studierte Politikwissenschaften und Medienberatung in Bonn, Berlin und den USA. Nach ihrem Diplom absolvierte sie die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und arbeitet als freie Autorin, u.a. für DIE ZEIT. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Köln.

Imke Wallefeld ist Literatur-Redakteurin und regelmäßig im Hörfunk mit Beiträgen, insbesondere über Literatur, präsent.