Willkommen bei Klinski.
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Sie erreichen uns telefonisch 0221 / 9416527 und per E-Mail info@buchhandlung-in-braunsfeld.de.
Unser Online-Shop ist rund um die Uhr geöffnet.
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„ADENAUERIANER“.
Gestalter, Macher, Zauberer – wem wir die Republik verdanken
Wer waren die Menschen, die Konrad Adenauers Politik mitgetragen, geprägt oder kritisch begleitet haben? Wer formte das Bild der jungen Bundesrepublik in Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien?
Die Autoren Konrad Adenauer, Enkel des Kanzlers, Hugo Bergham, Christoph Hardt und Henner Löffler, stellen in ihrem Buch „Adenauerianer“ Persönlichkeiten vor, die – bekannt oder fast vergessen – für die erste Ära der Bundesrepublik stehen. Sie alle verbindet, dass sie Teil der Adenauerzeit waren: der Jahre des Wiederaufbaus, der konservativen Ordnung und des gesellschaftlichen Aufbruchs unter dem ersten Bundeskanzler. Die Porträts der „Adenauerianer“ zeichnen ein spannendes Panorama der Gründungszeit der jungen Republik.
Durch den Abend führen Hugo Berghan und Christoph Hardt.
Hugo Bergham ist Publizist und Geisteswissenschaftler. Er lehrt als Honorarprofessor an der Paris Lodron Universität in Salzburg.
Christoph Hardt ist Historiker, Journalist und Kommunikationsmanager. Er arbeitet als freier Berater und lebt mit seiner Familie in Rhöndorf.
Erleben Sie mit uns einen Abend voller Geschichte, Geschichten und Gespräche über die Gründungszeit der Bundesrepublik.
Eintritt: 12 €, um Anmeldung wird gebeten. Kartenreservierungen in der Buchhandlung Klinski unter Telefon 0221/94 16 527 oder per Mail an info@buchhandlung-in-braunsfeld.de.
Kiepenheuer & Witsch 2025 / Geb. / 224 Seiten / 25 €
Eine Empfehlung von Lukas Becker
Mit „Air“ beweist Christian Kracht erneut, wie elegant er Wirklichkeit und Traumwelt miteinander verweben kann. In seinem neuen Roman folgen wir Paul, einem Schweizer Innenarchitekten, der sich auf den Orkney-Inseln ein ruhiges Leben aufgebaut hat. Sein Beruf: leerstehende Häuser so zu inszenieren, dass sie Käufer*innen verführen.
Doch ein ungewöhnlicher Auftrag aus Norwegen bringt sein Dasein aus dem Gleichgewicht. Was als simpler Job beginnt, weitet sich zu einer fantastischen Odyssee aus — und führt Paul in eine verstörende, eisige Parallelwelt, wo er zusammen mit einem rätselhaften Kind, Ildr, vor einem bedrohlichen Herzog fliehen muss.
Kracht erzählt diese Geschichte in seiner gewohnt feinen, präzisen Sprache, die nüchtern und zugleich poetisch wirkt. „Air“ ist weit mehr als ein Abenteuerroman: Es ist eine kluge Meditation über Wahrnehmung, Entwurzelung und die Zerbrechlichkeit dessen, was wir für „real“ halten. Und dabei gut unterhaltend!
Rowohlt Verlag 2025 / Geb. / 400 Seiten / 24 €
Eine Empfehlung von Susanne Stammeier
Das Romandebüt des 1989 in Teheran geborenen Autors passt in keine Schublade: Cyrus Shams sucht nach Zugehörigkeit, Erfolg und – nicht zuletzt – dem Sinn des Lebens. Seine Mutter starb beim Abschuss eines Flugzeugs über dem Persischen Golf, als Cyrus 1 Jahr alt war.
Schnell wird klar, dass noch andere Familienmitglieder stark vom Irak/Iran-Krieg in den 1980er Jahren geprägt wurden, allen voran ein Bruder von Cyrus´ Mutter, der stark traumatisiert ist und kaum noch Kontakt zu anderen Menschen hat.
Nach dem Unglück versucht Cyrus´ Vater, mit dem Säugling in den USA Fuß zu fassen. Als Arbeiter auf einer riesigen Geflügelfarm verdient er das Geld für ihr bescheidenes Leben, stirbt aber ebenfalls früh, während sein Sohn gerade erwachsen geworden ist.
Cyrus ergattert einen Studienplatz und verdient sich nebenbei ein wenig Geld mit Patientensimulationen an einem Krankenhaus. Tatsache ist jedoch, dass er vor allem Alkohol und Drogen konsumiert und fast schon besessen davon ist, zumindest seinem Leben einen Sinn zu geben. Er schreibt Gedichte, träumt davon, ein Buch zu schreiben …
Als Cyrus den Hinweis auf ein ungewöhnliches Kunstprojekt im Brooklyn Museum erhält, macht er sich mit seinem Freund Zee auf den Weg nach New York – wo sein Leben komplett auf den Kopf gestellt wird.
Intensiv, packend und oft überraschend erzählt der Autor sowohl von Leben und Trauer, Migration und Glauben und – nicht zuletzt – von Liebe und Kunst.
Sehr lesenswert!
Suhrkamp 2025 / Geb. / 90 Seiten / 20 €
Eine Empfehlung von Lukas Becker
„Weiter nach Osten“ ist ein leiser, dabei kraftvoller Roman über zwei Menschen, die sich begegnen – irgendwo zwischen Fremde, Flucht und der flirrenden Bewegung einer Reise, die keiner von beiden ganz versteht. An Bord der Transsibirischen Eisenbahn treffen sich Aljoscha, ein junger russischer Zwangsrekrut mit dem festen Willen zu desertieren, und Hélène, eine Französin, unterwegs in einem Land, das ihr fremd ist, aus Gründen, die sie nicht teilt.
Sie sprechen nicht dieselbe Sprache. Und doch entsteht in den schmalen Gängen zwischen Schlafwagen und Nachtlicht etwas wie Verstehen – eine vorsichtige Nähe, eine wortlose Übereinkunft. Hélène nimmt Aljoscha mit in ihr Abteil, in ihre Geschichte, vielleicht auch in ihre Einsamkeit. Was daraus wird, bleibt offen: Flucht? Vertrauen? Oder nur ein Augenblick der Menschlichkeit inmitten der Ungewissheit?
Maylis de Kerangal erzählt mit großer Sensibilität – knapp, aber nie kalt, zart, aber nie sentimental. Sie verdichtet Landschaft, Atmosphäre und Zeit zu einer Bewegung, die mehr innere als äußere Strecke zurücklegt. Die Weite Russlands, das Rattern des Zuges, die flüchtigen Begegnungen im Transitraum: All das wird zum Spiegel innerer Zustände, zur Kulisse einer Verbindung, die zugleich zufällig und unvermeidlich wirkt.