C.H. Beck Verlag 2026 / Geb. / 304 Seiten / 24 € Eine Empfehlung von Gabriele Klinski
Im Mittelpunkt des in England spielenden Romans steht Ivy, deren Lebensgeschichte erzählt wird, beginnend Ostersonntag 1938 – erster Tag – und endend Ostersonntag 1999 – sechster Tag. Ivy, 19 Jahre alt, steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, unsicher, wohin ihr Weg sie führen wird. Soll sie Tänzerin werden? Malerin? Abenteurerin? Eines ist sicher: Ihr Leben soll besonders werden – so besonders wie ihre ganze Familie. Dann passiert ein tragisches Unglück eben am Ostersonntag 1938 und lenkt ihr Leben in überraschend gewöhnliche Bahnen: Sie heiratet, bekommt Kinder und arrangiert sich mit ihrem Alltag. Jahre später führt die erneute Begegnung mit Frances, die sie an jenem Ostersonntag zum ersten Mal traf, dazu, ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Aus der Zuneigung zwischen den beiden Frauen wird eine heimliche Liebe, die, den gesellschaftlichen Konventionen geschuldet, keinen Platz finden darf.
In „Tage des Lichts“ erzählt Megan Hunter auf berührende Weise ein achtzigjähriges Frauenleben in sechs Tagen – ein stiller Roman über Sehnsucht, Schuld und den Mut, sich den eigenen Wünschen an das Leben zu stellen.